Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Alles, was nicht direkt mit rambus zu tun hat.

Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 28.02.2015, 10:41

@ all

Zahlen mit Kreditkarte : Sie wissen, wer du bist!

Schon wenige Daten bei Kreditkartenzahlungen reichen aus, um fast jeden erkennbar zu machen. Die Aussagekraft anonymer Datensammlungen muss überdacht werden.
29.01.2015, von Jonas Jansen


Gestern Mittag fein essen gewesen, abends noch ins Theater, heute im Buchladen mit frischem Lesestoff eingedeckt und die Kinokarten am Abend natürlich auch mit der Kreditkarte bezahlt. Noch bevor das Wochenende vorbei ist, kann man so zum gläsernen Konsumenten werden. Denn diese vier Orte an zwei Tagen liefern bereits genügend Metadaten, um eine Person aus mehr als einer Million Menschen zu identifizieren. Mehr noch: Neunzig Prozent von ebendieser Million Menschen können mit diesen vier Metadatensätzen, die lediglich Zeit und Ort ausweisen, zielgenau ermittelt werden. Das haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge und der dänischen Aarhus Universität herausgefunden.

In ihrer Studie „Einzigartig im Shoppingcenter: Zur Wiedererkennung mit Metadaten aus Kreditkarteninformationen“, die nun im international renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht wird, erklären die Forscher, warum simple Anonymisierung leicht ausgehebelt werden kann. Sie untersuchten für ihren Versuch innerhalb von drei Monaten die Kreditkartentransaktionen von knapp 1,1 Millionen Menschen in zehntausend Geschäften in einem der 34 OECD-Mitgliedsländer. Bekannt waren dabei weder Namen noch Adressen oder Kreditkartennummern die Information darüber, wer wann und wo einkaufte, reichte zur Identifikation aus. Das Experiment zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie wenige Daten tatsächlich nötig sind, um Personen ausfindig zu machen, denn offenkundig spiegelt sich in dem Einkaufsmuster, ermittelt anhand von nur vier Datenpunkten, so viel Individualität, daß die jeweiligen Personen und damit prinzipiell auch alle weiteren Kreditkartendaten zu ermitteln sind.


Nahmen die Forscher zu den Ortsdaten und Zeiten noch den ungefähren Preis des gekauften Gegenstands in die Untersuchung, erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit erneut signifikant. Selbst als die Forscher dazu übergingen, statt eines ganz bestimmten Ladens an einem bestimmten Tag mehrere Geschäfte über längere Zeiträume zu untersuchen, und selbst wenn sich die Preisspanne der Waren deutlich veränderte, war es um die Anonymität der meisten Kunden geschehen.

Wichtig für die Forschung, gefährlich für die Privatsphäre

Die Forscher sind jedenfalls nach dem Experiment skeptisch: Metadaten seien zwar in erster Linie wichtig für Untersuchungen und Auswertungen; oder auch nützlich, etwa wenn Google anhand von Positionen in seiner Karten-App den Stau in der Stadt berechnen kann. Aber wenn es um die Sicherung der Anonymität geht, müssten Regeln für die Veröffentlichung von Datensätzen gefunden werden, die sicherstellen, daß die Menschen nicht zweifelsfrei identifizierbar sind. In früheren Studien wurde bereits festgestellt, dass man anhand von Metadaten von Smartphones, also beispielsweise von bestimmten Standorten gesendeten Tweets oder abgegebenen Hotelbewertungen, Personen leicht erkennen konnte.

In dieser Studie nun untersuchten die Autoren einen Bereich, den der Finanztransaktionen, den fast 90 Prozent der Amerikaner als den sensibelsten Bereich ihrer Privatsphäre überhaupt ansehen – weit vor der Sensibilität von Gesundheitsdaten oder genetischer Information. Fast zwei Drittel der Bezahlungen in den Vereinigten Staaten werden mit Kreditkarten abgewickelt. In Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes derzeit rund 34 Millionen Kreditkarten im Umlauf.

Quelle: F.A.Z.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 98079.html



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon lucky » 28.02.2015, 15:27

johannes hat geschrieben:Denn diese vier Orte an zwei Tagen liefern bereits genügend Metadaten, um eine Person aus mehr als einer Million Menschen zu identifizieren. Mehr noch: Neunzig Prozent von ebendieser Million Menschen können mit diesen vier Metadatensätzen, die lediglich Zeit und Ort ausweisen, zielgenau ermittelt werden.

Das halte ich persönlich für extrem übertrieben, bzw. das kann m.M. nach nur funktionieren, wenn man bereits Verhaltensmuster der Personen kennt. Wenn keine Verhaltensmuster bekannt sind, wäre das ja wirklich ein Wunder.
Allerdings sind den Kreditkartenunternehmen (und damit der NSA und sonstigen Behörden) die Verhaltensmuster bekannt und somit auch anonymisierte Metadaten zuordbar.
Fazit: Bargeld lacht!!! (Wie lange wird es noch Bargeld geben? :roll: )
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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 03.03.2015, 20:29

@ all

lucky hat geschrieben:...
Fazit: Bargeld lacht!!! (Wie lange wird es noch Bargeld geben? :roll: )


Eine gute Frage !


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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 03.03.2015, 20:36

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Computerhersteller Lenovo hat eine Werbesoftware auf einigen seiner Rechner vorinstalliert. Die Software namens Superfish zeigt zusätzliche Werbung beim Suchen mit Google an. Doch das ist Berichten zufolge nicht alles: Die Software schaltet sich demnach auch zwischen sichere Verbindungen ein. Beim Aufruf vermeintlich verschlüsselter Webseiten etwa beim Online-Banking kann sich Superfish zwischenschalten, ohne das die Nutzer davon etwas mitbekommen.

Lenovo bestätigte zunächst nur Teile der berichteten Funktionen der Software. Nutzer hätten gegen das Programm protestiert, daher spiele man es seit Januar nicht mehr vom Werk aus auf neue Computer auf.

Sicherheitsexperten zeigten sich entsetzt. Superfish sei ein Alptraum, schrieb Marc Rogers, Sicherheitsfachmann bei dem Web-Dienstleister CloudFlare, auf seinem Blog. Nutzer könnten keiner vermeintlich sicheren Internetverbindung mehr trauen. Lenovo öffne Hackern Tür und Tor, schrieb Rogers. "Sie kompromittieren nicht nur SSL-verschlüsselte Verbindungen, sie tun es auch noch auf die sorgloseste, unsicherste Art, die man sich vorstellen kann."

Unter anderem verwende die Software für alle Nutzer dasselbe Basis-Zertifikat - wer eines knackt, kann so potenziell alle Besitzer der betroffenen Geräte abhören. Bereits am Donnerstag erklärte ein Sicherheitsexperte, das Passwort für das zugrunde liegende Zertifikat geknackt zu haben.

Lenovo bestätigte lediglich, dass die Software zusätzliche Werbung anzeigt habe. Auf das möglich Einklinken in sichere Netz-Verbindungen ging das Unternehmen hingegen nicht ein. Auch auf bereits verkauften Rechnern werde Superfish nicht mehr aktiviert. Die Software werde nicht mehr auf Lenovo-Rechnern eingesetzt. "Lenovo geht allen neuen Bedenken hinsichtlich Superfish genau nach", erklärte das Unternehmen. In einem weiteren Statement hieß es: "Wir haben diese Technologie genau untersucht und keine Nachweise gefunden, um die Sicherheitsbedenken zu bestätigen." Es blieb offen, ob Lenovo damit allein die Werbefunktion meinte.

Die von der Firma Superfish im kalifornischen Palo Alto entwickelte Software ist spezialisiert auf die Internetsuche per Bilderkennung. Berichten in Nutzerforen zufolge sind die Lenovo-Laptops Y50 und Z40 sowie die Browser Chrome und Internet Explorer betroffen./jbn/DP/jha

https://www.maxblue.de/de/maerkte-aktie ... 1424361205


Die Unternehmen Lenovo und Superfish sollte man sich als Verbraucher merken.


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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 07.03.2015, 15:31

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05.03.15 / 15:07

MOBIL-MESSE/ROUNDUP: Sicherheitsexperten: Vernetzte Geräte bringen neue Gefahren


BARCELONA (dpa-AFX) - Experten warnen vor Sicherheitsrisiken durch die zunehmende Vernetzung von Alltagsgeräten. "Es ist eine ernsthafte Bedrohung", sagte der Chef des Sicherheitssoftware-Anbieters AVG, Gary Kovacs, auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona. "Viele dieser Geräte laufen mit Software auf Basis von Linux oder Android und haben entsprechend auch die Schwachstellen dieser Systeme."

"Die gute Nachricht ist, dass vieles davon relativ einfach mit Software gestoppt werden kann", sagte Kovacs. Der Schlüssel sei die Überwachung des Netzverkehrs. "Wenn ein vernetzter Kühlschrank plötzlich um drei Uhr nachts anfängt, in großen Mengen Daten zu senden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass irgendetwas nicht stimmt." Für Schlagzeilen sorgte im vergangenen Jahr der vernetzte Kühlschrank, der als Teil eines sogenannten Botnets aus gekaperten Computern Spam-Mails verschickte.

Mehr Sorgen mache ihm, dass Technik mit Mikrofonen zur Sprachsteuerung im Haushalt von Hackern in Abhörgeräte verwandelt werden könne, betonte Kovacs. "Wir haben einige Fälle davon gesehen." Auch hier dürfte aber helfen, die Datenströme im Blick zu behalten. ...

https://www.maxblue.de/de/maerkte-aktie ... 1425564434

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06.03.15 / 14:45

MOBIL-MESSE/Experte: Sicherheit als Herausforderung annehmen


BARCELONA/BERLIN (dpa-AFX) - Das mobile Zeitalter und das Internet der Dinge stellen Sicherheitsexperten vor komplett neue Herausforderungen. Vor zehn Jahren sei die IT-Landschaft noch überschaubar und auf Microsofts Windows zentriert gewesen, sagte Sanjay Poonen, der beim Cloud- und Virtualisierungs-Spezialisten VMWare für das Endkundengeschäft zuständig ist, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Diese Zeit sei längst vorbei. ...

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte VMWare unter anderem ein Update des Produkts AirWatch vor, das die gleichnamige Firma nach der Übernahme nun unter dem Dach von VMWare vertreibt. AirWatch ist spezialisiert auf Sicherheitslösungen, die nicht Geräte, sondern vor allem die Daten während der Übertragung absichern. ...

https://www.maxblue.de/de/maerkte-aktie ... 1425649502

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06.03.15 / 10:35

ROUNDUP: Verschlüsselungs-Lücke 'FREAK' betrifft auch Windows


BERLIN (dpa-AFX) - Auch Windows-Geräte sind von der Schwachstelle "FREAK" betroffen, über die Angreifer den Datenverkehr beim vermeintlich sicheren Internet-Surfen abgreifen können. Ursprünglich wurde angenommen, dass die Sicherheitslücke nur im Safari-Browser von Apple sowie dem Browser der Smartphones mit dem Google-System Android offen ist. Nun warnte Microsoft aber, dass auch alle unterstützten Windows-Versionen eine Schwachstelle haben, die das Ausnutzen der "Freak"-Technik erleichtert. Dazu gehört auch der Internet Explorer von Microsoft. Nach Abschluss der Untersuchung werde Microsoft eine Lösung für das Problem haben, kündigte der Software-Konzern am Donnerstag an.

Die Schwachstelle geht auf die 80er und 90er Jahre zurück, als es US-Firmen noch verboten war, effiziente Verschlüsselungstechnologien ins Ausland zu verkaufen. Das Verbot wurde Ende der 90er Jahre aufgehoben, die alte unsichere Verschlüsselung verschwand allerdings nicht komplett. Beim Ansteuern von bestimmten Webseiten, darunter amerikanische Regierungsseiten wie etwa das Webangebot der Bundespolizei FBI, konnten die betroffenen Browser dazu bewegt werden, die veraltete Verschlüsselung zu verwenden. Sie könnte mit Hilfe heutiger Computer innerhalb weniger Stunden geknackt werden. Der Name der Schwachstelle ist eine Abkürzung: "FREAK" für "Factoring attack on RSA-EXPORT Keys".

Als sicher gelten nach Einschätzung der Sicherheitsexperten der Browser Firefox (Android, Linux, OS X, Windows) sowie Chrome (iOS, Linux, Windows - aber nicht Android und OS X), Opera (Windows) und Puffin (iOS). Unsicher sind demnach der Internet Explorer (Windows), Safari (iOS, OS X, Windows), der Standard-Android-Browser (zu erkennen an der blauen Weltkugel), der Blackberry Browser, Chrome (Android, OS X), Dolphin (Android, iOS), iCab (iOS), Mercury (Android, iOS) sowie Opera/Opera mini (Android, iOS, Linux, OS X) und der UC Browser (Android). Google, Microsoft und Apple haben für ihre Produkte einen schnellen Fix der Programme angekündigt. Unklar bleibt aber, wie die Lücke bei älteren Android-Geräten geschlossen werden soll. ...

https://www.maxblue.de/de/maerkte-aktie ... 1425634540


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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 15.04.2015, 22:45

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08.04.2015
"Minority Report" bei US-Großbank : Wie JP Morgan skrupellose Mitarbeiter erkennt
Von Andrea Rungg


Einst galt der Film "Minority Report" mit Tom Cruise als Science-Fiction. Cruise konnte in dem Thriller anhand von Daten Verbrechen vorhersagen. Mittlerweile soll manche Software tatsächlich Verbrechen vorzeitig erkennen können

Die US-Großbank JP Morgan hat ein Problem: Ihre Kosten für Rechtstreitigkeiten haben sich seit der Finanzkrise auf 36 Milliarden Dollar summiert. Das ist schlecht für die Bilanz. Marktmanipulationen durch Mitarbeiter, riskante Wetten, fragwürdige Hypothekengeschäfte, die Liste der Skandale, in die die Bank verstrickt war, ist lang.

Deshalb greift JP Morgan nun zu drastischen Mitteln: Sie lässt ihre Mitarbeiter überwachen. Ein Algorithmus soll anhand der gewonnenen Daten ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter vorhersagen.

JP Morgan testete das Programm bislang nur im Händler-Geschäft. Bis 2016 soll es jedoch auch im Investment-Banking und Vermögensmanagement zum Einsatz kommen. Mitarbeiter, die gegen Regeln verstoßen, sollen identifiziert werden, bevor sie Schaden anrichten können.

So wird beispielsweise überprüft, ob Mitarbeiter Compliance Schulungen schwänzen, Handelsregeln missachten oder bestimmte Risiken überreizen. Anhand der Verhaltensmuster sollen dann Vorhersagen darüber getroffen werden, ob ein Mitarbeiter durch sein Handeln der Bank und Kunden schaden könnte.

"Wir wollen Vorhersagen über Verhaltensmuster treffen"

Für Vorgesetzte sei es schwierig, aus Hunderten von Daten der Mitarbeiter irgendwelche Themen der Händlertische erkennen zu können, sagte Sally Dewar der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dewar leitet die Rechtsabteilung der Bank in Europa. "Wir wollen die Datenpunkte weiterentwickeln und Vorhersagen über Verhaltensmuster treffen", sagte sie weiter.

JP Morgan, gemessen am Umsatz die größte Investment Bank der USA, musste genauso wie viele andere Banken zuletzt hohe Strafen zahlen, etwa wegen Markt-Manipulationen, Kundenbetrugs oder wegen der Unterstützung von Kriminellen. Die Entscheidung der Bank für diese Art der Mitarbeiter-Überwachung soll auch Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die mangels Kontrolle der Banken die Trennung von Handels- und Privatkundengeschäft befürworten.

Die Bank hat eigenen Angaben zufolge 2500 Mitarbeiter angestellt, die die Einhaltung der Compliance Regeln beaufsichtigen sollen. 730 Millionen Dollar habe die Bank investiert, um ihre Abläufe zu verbessern. Stellenausschreibungen deuten darauf hin, dass die Bank eine eigene Abteilung zu Überwachung der Mitarbeiter aufbaue. So soll etwa die elektronische und telefonische Kommunikation des Investmentbankings überprüft werden.

2. Teil: Eigene Abteilung zur Überwachung der Mitarbeiter

Welche Software bei der US-Großbank zum Einsatz kommt, sagte Dewar nicht. Aus früheren Berichten geht allerdings hervor, dass JP Morgan die Software von Palantir Technologies eingesetzt hat. Sie wird unter anderem von US-Geheimdiensten zur Terrorismusbekämpfung eingesetzt.

Der Mitgründer und Chef von Palantir, Alexander Karp, ging in einem Interview mit der "New York Times" sogar so weit zu behaupten, Palantirs Software helfe dabei, Drohnenziele des US-Verteidigungsministeriums ausfindig zu machen. Seine Software helfe dem US-Militär zu töten, bestätigte Karp damals Spekulationen. Im Zusammenhang mit der massenhaften Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA besteht der Verdacht, die Software helfe auch bei der Auswertung der zum Teil illegal beschafften Daten.

"Minority Report" wird Realität - Vertrauen in die Früherkennung gewachsen

Was im Film "Minority Report" noch als Science-Fiction daher kam, wird damit allmählich Realität. In dem Hollywood-Thriller machte Hauptdarsteller Tom Cruise Jagd auf Kriminelle, bevor sie ihr Verbrechen begehen konnten.

Zweifelsohne muss sich JP Morgan bei der Überwachung ihrer Mitarbeiter den Fragen der Datenschützer stellen. Außerdem dürfte Überwachung allein nicht reichen. Die Bank will auch den vom Vorstand angestoßenen Kulturwandel vorantreiben. So sollen 300 Führungskräfte des Investment Banking daran erinnert werden, was der Vorstand JP Morgans künftig nicht mehr duldet. Die Botschaft soll bei den Mitarbeitern nachdrücklich ankommen, zitierte Bloomberg Dewar.

JP Morgan hatte im Dezember einen von Vorstandschef Jamie Dimon signierten Bericht herausgegeben, in dem die Kommunikationsüberwachung der Mitarbeiter angedeutet wurde. Tausende Beschäftigte seien davon betroffen.

Man habe nun größeres Vertrauen in die Früherkennung, sagte Dewar. Sie glaube aber nicht, dass es hundertprozentige Sicherheit gebe. Schließlich seien Menschen in die Arbeit involviert - und da gebe es nun einmal Risiken.

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 27575.html



Zum selben Thema aus der FAZ "Banken überwachen ihre Aktienhändler" vom 11.4.2015 :

..." ´Die Idee dahinter ist, diese Daten zu verfeinern und so dabei zu helfen, ein bestimtes
Verhaltensmuster zu prognostizieren.´ Das Überwachungsprogramm von JP Morgan, das derzeit
in der Handelssparte getestet wird und bis 2016 auf das gesamte Investmentbanking und Asset-
management ausgeweitet werden soll, bietet einen Einblick in die Zukunft der Wall Street ...
E-Mails, Chats und Telefontranskription können elektronisch analysiert werden, um herauszufinden,
ob Mitarbeiter ihre wahren Intentionen verbergen. Das sagt Tim Estes, Vorstandschef des Daten-
denstleisters Digital Reasoning Systems.´Wir nutzen Technologie, die einst für die Terrorabwehr
geschaffen wurde, gegen menschliche Sprache, weil in dieser die Intentionen zum Ausdruck
kommen´, sagt Estes.
Seine Firma zählt die Banken Goldman und Credit Suisse zu ihren Kunden und Investoren.
Automatische Überwachung ist Estes zufolge nötig bei den großen Banken, weil durch jede von
ihnen Milliarden von E-Mails pro Jahr fließen und Menschen bei deren Überwachung schlichtweg
überfordert sind.
Bei JP Morgan Chase werden Tausende von Investmentbankern und Vermögensverwaltern
Gegenstand der neuen Überwachung sein, ..."


Gedanken zum Thema : 9. April , 2015

Geniale Strategie: Überwachung am Arbeitsplatz bei JPMorgan
von Jens Blecker

... Kommen wir nun zum aktuellen Geniestreich bei JPMorgan, der größten Bank Amerikas, wenn nicht gar weltweit. Um das Unternehmen vor weiterem Schaden zu bewahren, sollen die Mitarbeiter mittels Software überwacht und ausgewertet
werden. ...

Nun könnte sich der geneigte Leser fragen warum ich das für einen Geniestreich halte und ich möchte daher auch nicht lange mit der “Erleuchtung” warten. Seit dem Beginn der Bankenkrise und den Skandalen die nach und nach an die Oberfläche drangen, sind Banker zu einer verachteten Spezies geworden. Das damalige Selbstbewusstsein und die Arroganz sind weitestgehend gewichen. Stellt sich nun eine Bank hin und kolportiert die Überwachung der Mitarbeiter, dürfte das von den Menschen völlig anders wahrgenommen werden, als würde man das beispielsweise in einem Industriebetrieb machen. Würden die Bankmitarbeiter dagegen Sturm laufen, würde man ihnen einfach unterstellen sie wollen etwas verbergen und das macht natürlich verdächtig und wer möchte schon verdächtig wirken?

Wenn eine der weltgrößten Banken einen solchen Vorstoß macht und es keinen Aufschrei gibt, wie lange wird es wohl dauern, bis auch die anderen Unternehmen nachziehen? Über die Folgen dürfen sich die Leser ihre eigenen Gedanken machen. ...

http://www.iknews.de/2015/04/09/geniale ... -jpmorgan/




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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 30.06.2015, 20:16

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"Urlaubshinweise" : :shock:(Ein Smilie das sich die Haare rauft, konnte ich leider nicht finden.)


Gesetzesreform : Spanien will "Maulkorb" für Demonstranten

Nicht genehmigte Demonstrationen an sensiblen Orten werden in Spanien bald teuer: Bis zu 600.000 Euro Strafe können durch das neue Sicherheitsgesetz anfallen.

von Natalie Steger und Brigitte Müller


Am 1. Juli tritt Spaniens neues Sicherheitsgesetz in Kraft. Unangemeldete Demonstrationen vor dem Parlament oder Atomkraftwerken können demnach mit bis zu 600.000 Euro geahndet werden. Bürgerrechtler sehen darin einen Versuch der Regierung, Kritiker der Sparpolitik mundtot zu machen.

“Maulkorbgesetz” heißt es im Volksmund, das neue “Gesetz zum Schutz der Bürgersicherheit” gebündelt mit der Reform des Strafgesetzbuches, das die konservative Regierung unter Ministerpräsident Rajoy durchgepeitscht hatte. Opposition und Bürgerbewegungen sehen darin einen Angriff auf Pressefreiheit und Demonstrationsrecht, Beschwerde beim Verfassungsgericht wurde bereits eingereicht. Mit dem neuen Gesetz können etwa bei nicht genehmigten Demonstrationen vor dem Parlament oder Senat bis zu 30.000 Euro Strafe anfallen. Spontane Demonstrationen vor sensiblen Gebäuden wie Flughäfen oder Atomkraftwerken können Aktivisten bis zu 600.000 Euro kosten.

"Freifahrtschein für Polizeiwillkür"

... Besonders umstritten ist das Verbot, Polizisten etwa bei Übergriffen zu filmen und diese Bilder zu veröffentlichen. Auch werden künftig höhere Bußgelder bei nicht näher definiertem respektlosem Verhalten gegenüber Polizisten verhängt. Ein Freifahrtschein für Polizeiwillkür, so die Gegner. ...

(Quelle: dpa)

http://www.heute.de/in-spanien-tritt-da ... 73526.html





Neues Geheimdienstgesetz : Big Brother à la française

Mehr als hundert Abgeordnete des französischen Parlaments haben wegen des neuen Geheimdienstgesetzes den Verfassungsrat angerufen. Sogar Präsident François Hollande befürwortet eine Klärung durch die „neun Weisen“ des Gremiums.

25.06.2015, von Michaela Wiegel, Paris


Frankreich empört sich über die Methoden des amerikanischen Geheimdienstes NSA, hat aber begonnen, seinen eigenen Geheimdiensten ähnlich weitreichende Befugnisse einzuräumen. Das neue Geheimdienstgesetz wurde am Mittwochabend durch die Nationalversammlung gewinkt: Die Abgeordneten stimmten auf Wunsch der Regierung nicht namentlich ab, sondern mussten nur die Hand zur Zustimmung heben. Premierminister Manuel Valls war von Anfang an bestrebt, die Debatte zu verkürzen, und hatte ein beschleunigtes Beratungsverfahren angeordnet.

Vorgeblich läuft bei der Kontrolle der NSA vieles schief, die französischen Geheimdienste aber verhalten sich mustergültig. Das ist zumindest das Bild, das Valls vor den Abgeordneten zeichnete. „Ich lasse die Äußerung nicht zu, dass unsere Praktiken die gleichen seien wie jene, die wir jetzt verurteilen“, sagte er. Dabei weist das neue Geheimdienstgesetz überraschende Ähnlichkeiten mit dem unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 verabschiedeten amerikanischen „Patriot Act“ auf. Die Abwehr von Terroranschlägen wird von der französischen Regierung als Leitmotiv des neuen Gesetzes angeführt. „Die Gefahren vorhersehen, aufdecken, analysieren und verstehen, nur so kann man die Sicherheit garantieren“, so begründete der Regierungschef das Ziel. Doch das neue Geheimdienstgesetz regelt weit mehr als die Jagd auf Terroristen.

So werden Lauschangriffe zum Schutz der „nationalen Unabhängigkeit“ sowie zur Verteidigung „wichtiger wirtschaftlicher, industrieller und wissenschaftlicher Interessen Frankreichs“ damit ebenso genehmigt wie Abhöraktionen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität sowie zur Vorbeugung „kollektiver Gewalt“. Gewerkschaften und andere politische Gruppen befürchten, dass Letzteres dazu führen kann, dass sie vor Demonstrationen oder anderen Protestaktionen bespitzelt werden. Künftig brauchen die Geheimdienste keine richterliche Genehmigung mehr, eine simple Anfrage im Amt des Premierministers genügt. Die Gerichte werden ausgeschaltet, wenn es darum geht, Autos mit Peilsendern zu verfolgen, Mobiltelefone zu orten und IP-Adressen im Internet zu identifizieren. Das neue Gesetz sieht zudem die jahrelange Speicherung von Metadaten vor. Diese Metadaten werden über sogenannte Black Boxes gewonnen, die alle Internet-Provider in Frankreich installieren müssen. Diese Datenströme werden mit Algorithmen nach Schlüsselbegriffen gefiltert.

Das alles sind Gründe, warum Bürgerrechtsgruppen von einem französischen „Big Brother“ sprechen. Der französische Politikwissenschaftler Thomas Guénolé hat 140.000 Unterschriften für seine Petition „gegen den französischen Big Brother“ gesammelt. Im Internet hat sich eine breite Protestbewegung gebildet. Aber die Regierung hat bislang so getan, als gäbe es diese Kritik nicht.

Doch eine Gruppe von 106 Abgeordneten hat am Donnerstag den Verfassungsrat (Conseil Constitutionnel) angerufen. Die neun „Weisen“, wie die Mitglieder des höchsten Verfassungsgerichtes genannt werden, sollen klären, ob die weitreichenden Befugnisse der Geheimdienste mit dem Schutz der von der Verfassung garantierten individuellen Freiheiten vereinbar sind. „Sie wollen nicht, dass wir eine Verbindung zwischen dem ,Patriot Act‘ und den zusätzlichen Möglichkeiten herstellen, die der NSA nach dem 11. September eingeräumt wurden. Das ist unehrlich. Wir sind dabei, in Frankreich einen vergleichbaren Gesetzrahmen zu schaffen“, sagte die Abgeordnete Laure de la Raudière (Die Republikaner). 82 Abgeordnete der Partei Nicolas Sarkozys (der das Geheimdienstgesetz befürwortet), vierzehn Grüne, sechs Zentristen und die beiden Front-National-Abgeordneten unterstützen die Demarche vor dem Verfassungsrat. In Frankreich sind solche parteiübergreifenden Aktionen äußerst ungewöhnlich.

Auch der Präsident des Senats, Gérard Larcher (Republikaner), hat am Donnerstag den Verfassungsrat angerufen. Larcher bemängelte die Kürze der parlamentarischen Debatte und die Vielzahl der Fragen, die unbeantwortet geblieben seien. Deshalb müsse der Verfassungsrat klären, „ob der Gesetzestext die grundlegenden Bürgerfreiheiten hinreichend schützt“, so Larcher.

Noch ungewöhnlicher ist die Tatsache, dass auch Präsident François Hollande versprochen hat, den Verfassungsrat mit dem Gesetzestext zu befassen. Normalerweise zweifelt ein Präsident die Rechtmäßigkeit von Gesetzestexten seiner eigenen Regierung nicht an. Eine Anrufung des Verfassungsrates ohne Angabe von Gründen („saisine blanche“) ist seit 2011 nicht mehr möglich. Deshalb muss auch Hollande jetzt begründen, warum er das Geheimdienstgesetz von den Ratsmitgliedern überprüft sehen will.

Quelle: F.A.Z.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 68143.html




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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 28.10.2015, 20:28

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Tel Aviv : Die Start-up-Armee im Silicon Wadi

In kaum einer Stadt entstehen so viele Start-ups wie in Tel Aviv. Selbst in Krisenzeiten lassen sich die Gründer nicht beirren. Ein Teil des Erfolgs hat ausgerechnet mit den Dauerkonflikten zu tun.
24.10.2015, von Britta Beeger


...Die Stadt ist ein Mekka für Start-ups, es gibt kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem so viele Menschen ihr Glück mit kreativen Geschäftsideen versuchen. ...

Wie kommt es, dass ein Land, das alle Welt mit Krieg und Terror verbindet, eine so starke Start-up-Szene hat?
Das Tel Aviv es in vielen Gründerstatistiken weit, wenn nicht gar ganz nach vorne schafft: das meiste Risikokapital pro Kopf, die höchste Start-up-Dichte je Einwohner, das beste Ökosystem für Gründer außerhalb der Vereinigten Staaten (hat) ? ...

Ein Teil der Antwort liegt ausgerechnet in jenen Konflikten, die das Land gerade wieder zu einem Dauerthema in den Nachrichten machen. Eben weil Israel seit seiner Gründung immer wieder im Krieg mit seinen Nachbarländern war, hat es eine Armee aufgebaut, die junge Frauen und Männer zu Top-Experten auf dem Gebiet Cyber-Sicherheit ausbildet und somit zugleich ein Brutkasten für junge Unternehmen ist. Als legendär gilt die Eliteeinheit 8200: Gil Shwed, einer der Gründer des Unternehmens Checkpoint, das die Firewall für Computer erfunden hat, hat diese Ausbildung durchlaufen, viele weitere Beispiele ließen sich aufzählen.

„Israelis packen Probleme an“

Hinzu kommt, dass israelische Soldaten etwas lernen, das für eine Armee ungewöhnlich klingt: selbständig zu denken und ihre Vorgesetzten und deren Entscheidungen laufend in Frage zu stellen. Das Prinzip von Befehl und Gehorsam gilt hier nur begrenzt. Es gibt dafür einen eigenen Ausdruck: „Rosh Gadol“ nennen es Israelis, wenn jemand über seine eigentliche Aufgabe hinaus Verantwortung übernimmt und keine Risiken scheut. In der Armee führen auch junge Leute kleine Einheiten, sie müssen lernen, in teils dramatischen Situationen schnell und flexibel zu entscheiden.

All das sind Eigenschaften, die sich auch in der Zeit nach der Armee auszahlen. „Israelis packen Probleme an. Läuft etwas schlecht, suchen sie nach einer Lösung“, sagt Guy Horowitz, der für Deutsche Telekom Capital Partners, eine Tochtergesellschaft des Bonner Konzerns, der zu dieser Reise eingeladen hat, nach lohnenden Investments in Start-ups sucht. Diese Lösungen haben oft einen ungewöhnlichen Ansatz, wie das Beispiel Morphisec zeigt: So sind bei Cyber-Attacken in der Regel die Hacker als Angreifer im Vorteil.

Den Unternehmen bleibt oft nur, zu versuchen, die Lücke im Nachhinein zu schließen. Morphisec dreht den Spieß um: „Wir versuchen nicht, die Hacker zu jagen. Wir machen sie zu Jägern“, sagt der Chef Ronen Yehoshua. Dabei arbeitet das Unternehmen mit genau dem Ansatz, den auch Hacker nutzen: Viele Schadprogramme verändern sich ständig, damit sie nicht entdeckt werden können. So macht es Morphisec nun mit dem gesamten Arbeitsspeicher eines Computers: Schon bei dem Doppelklick auf ein schadhaftes PDF-Dokument wird der Speicher in eine Art Irrgarten verwandelt, der für den Hacker undurchschaubar ist, weil er sich ständig verändert.

Wie alle israelischen Start-ups ist das junge Unternehmen darauf angewiesen, besonders schnell Märkte in Asien, den Vereinigten Staaten oder Europa zu erobern, weil der Heimatmarkt mit nur rund acht Millionen Einwohnern klein ist. Halten sich Investoren und Kunden aus dem Ausland fern, könnte das für Start-ups das Ende bedeuten, bevor es richtig losgegangen ist.

Das weiß auch Omri Dotan, der bei Morphisec für die Unternehmensentwicklung zuständig ist. Eine starke Abkühlung wegen der aktuellen Konflikte spürten sie nicht, sagt er, aber ein Gefühl von Unbehagen liege in der Luft. ...


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... ageIndex_3




Startup bringt bald ein "nicht hackbares" Windows auf den Markt

Obwohl sich in den letzten Jahren viel getan hat, gilt Microsofts Betriebssystem in Sachen Sicherheit nicht gerade als der Weisheit letzter Schluss. Ein israelisches Startup ist nun aber angetreten, um mit einem angeblich unhackbaren Windows aufzuwarten.


Morphisec heißt das Unternehmen und dessen Gründer Dudu Mimran bezeichnete die modifizierte Fassung des Betriebssystems gegenüber dem Magazin Business Insider als das Windows, "das Microsoft herstellen sollte". Bei Mimran handelt es sich dabei keineswegs um jemanden, der damit nur Aufmerksamkeit auf seine Firma lenken will, sondern um einen Informatiker mit entsprechender Erfahrung. Er ist parallel auch Chief Security Officer beim Cyber Security Research Center der Ben-Gurion University und Technikchef der Deutsche Telekom Innovation Laboratories in Israel.

Die Entwicklung des gehärteten Windows begann so auch an seiner Universität. Diese hatte von der israelischen Regierung den Auftrag erhalten, ein Betriebssystem bereitzustellen, das bedenkenlos im militärischen Bereich eingesetzt werden kann und entsprechend sicher vor Angriffen von außen ist. Schnell zeigte sich aber, dass es auch in der Wirtschaft Bedarf an einem solchen Produkt gibt und das Ganze wurde in eine Firma ausgegliedert.

Einen besonderen Stellenwert hat dabei der Schutz vor Zero-Day-Exploits, also der Ausnutzung von neuen Sicherheitslücken, die noch nicht durch einen Patch geschlossen werden können. Hier ist es nötig, vorbeugende Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen. Bei Morphisec hat man daher den gesamten Arbeitsspeicher randomisiert, so dass es Angreifern nicht möglich ist, über Schwachstellen Codes ins System einzuschleusen und auszuführen.

Die gehärtete Windows-Fassung befindet sich derzeit in Beta-Tests und bringt es hier auf gute Ergebnisse. Bisher gab es bei einer ganzen Reihe von Penetrations-Versuchen noch keinen erfolgreichen Angriff. Auch tauchen nicht reihenweise Falschpositive auf, bei denen normale Vorgänge als vermeintliche Attacken eingestuft werden. Gerade konnte sich Morphisec weitere 1,5 Millionen Dollar Kapital von verschiedenen Geldgebern sichern und mit diesem Betrag soll nun die Markteinführung des Systems vorbereitet werden.

http://winfuture.de/news,88351.html



Warum kauft Rambus nicht solch ein Unternehmen ?



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 28.10.2015, 21:16

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Überwachung in China : Punkte für gefälliges Verhalten

In China wird der digitalisierte Mensch ins Raster eingepasst: Für sozial erwünschtes Verhalten gibt es Punkte, für Punkte gibt es Leistungen. Es klingt wie eine Dystopie. Wird es zum Pflichtprogramm?
10.10.2015, von Michael Hanfeld


Das klinge so, als setze jemand eine Dystopie aus allen seinen Romanen zusammen und mache sie zum Leitfaden seiner Politik, schrieb der kanadische Schriftsteller Cory Doctorow dieser Tage in seinem Blog. Es sei alles drin und dran: „Bevormundung, Überwachung, soziale Kontrolle, Sippenhaft, Aufbau einer Verhaltensökonomie, ideologisch bestimmtes Verschweigen und Isolation“. Wer macht so etwas?

Die Chinesen beziehungsweise die Online-Konzerne Alibaba und Tencent, die das chinesische Internet dominieren und eine App mit Kreditpunkten aufgelegt haben. Deren Prinzip lautet: Für sozial erwünschtes Verhalten gibt es Punkte. Bei 350 Punkten geht es los, maximal zu erreichen sind 950. Von sechshundert Punkten an gibt es günstige Kredite, man kommt aber nicht nur an Geld, sondern auch leichter an ein Visum. Von 700 Punkten an darf man nach Singapur, eine Reise nach Europa steht dem Nutzer von 750 Punkten an offen. So funktioniert der „Citizen Score“.

Richtiges und falsches Verhalten

Die Frage ist selbstverständlich, wofür Punkte vergeben und warum sie einem Bürger womöglich abgezogen werden. Und da könnte das chinesische Bürgerbewertungsportal alle Vorgaben eines Regimes erfüllen, das mittels totaler Datentransparenz das perfekte Überwachungssystem errichten und auf jeden Einzelnen so lange einwirken will, bis er sich der herrschenden Lehre vollständig angepasst hat. So gebe es Punktabzüge für Kritik an der Kommunistischen Partei oder an sozialen und gesellschaftlichen Missständen, ein Punkteplus wiederum stehe für Jubeläußerungen ins Haus, erwünschte soziale Aktivitäten und das richtige Einkaufsverhalten.

Die Daten kann jeder einsehen, in die Wertung fließt nicht nur das eigenen Verhalten ein, sondern auch das von Freunden und Bekannten, mit denen man über soziale Medien verbunden ist. Noch ist das System freiwillig, von 2020 an soll es für alle, die einen chinesischen Pass besitzen, obligatorisch sein. Gibt es das wirklich? Der „Citizen Score“ ist unbestritten, wie weit er reicht, ist aufgrund der Quellenlage aber unklar. Ist es eine chinesische Schufa, also eine Auskunftei, die sich auf pekuniäre Angaben zur Kreditwürdigkeit beschränkt, oder lassen die Dokumente, die der belgische China-Experte Rogier Creemers, der an der Universität Oxford arbeitet, schon vor einigen Monaten aufgetan hat, vermuten, dass es tatsächlich um die vollständige Vermessung des Menschen geht?

Naheliegend ist es und den Überlegungen des Schriftstellers und Google-Stipendiaten Douglas Coupland sehr ähnlich, der Punkte verteilen will, mit denen Menschen sich Freiheitsrechte verdienen können. Sehr weit entfernt von dem Status quo der digitalen Verhaltensüberwachung, die uns von Firmen und Institutionen in der freien Welt schmackhaft gemacht werden, ist das nicht mehr: Versicherungskonzerne belohnen eine gesunde Lebens- oder eine umweltverträgliche Fahrweise, wer das empfohlene tägliche Workout nicht macht, sich schlecht ernährt und nicht im Schritttempo mit der Hybridkutsche durch die Tempo-30-Zone zuckelt, zahlt höhere Beiträge, wird beim Chef gemeldet, hat bei der nächsten Beförderungsrunde schlechte Karten oder bekommt keinen Operationstermin.

Gerade war der Aufschrei groß, als die beiden kanadischen Startupperinnen Julia Cordray und Nicole McCullough ihr App-Projekt namens „Peeple“ lancierten, bei dem man nach Belieben andere Menschen bewerten können soll. Nach massiver Kritik ist nun die Rede davon, dass Punkte (in diesem Fall Sterne) nur für Leute verteilt würden, die freiwillig mitmachten, und es nur um positive Urteile gehe. In China sollen Nutzer derweil mit ihrem „Citizen Score“ schon angeben. Ich habe Punkte, also bin ich - ein „guter“ Mensch. George Orwells „1984“ liegt in chinesischer Übersetzung immerhin vor.

http://www.faz.net/medien/punktrichter- ... 48403.html


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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 08.03.2016, 23:47

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4. März 2016, 18:55 Uhr

Endspiel

Beim Go-Turnier in Seoul kämpft der Koreaner Lee Sedol für die Ehre des menschlichen Geistes.
Von Kai Kupferschmidt


Die nächste Runde im Wettkampf Mensch gegen Maschine wird in einem Konferenzraum des Hotels "Vier Jahreszeiten" in Seoul ausgetragen. Das Schlachtfeld: ein Brett mit 19 mal 19 Feldern. Die Disziplin: das uralte chinesische Spiel "Go". Fünf Spiele soll das Turnier umfassen. Das erste davon beginnt am 9.

März um ein Uhr mittags. Die Menschheit schickt Lee Sedol ins Rennen, den besten Go-Spieler seiner Generation und in Südkorea so bekannt wie Michael Schumacher in Deutschland. Auf der anderen Seite wird Aja Huang, ein junger Programmierer beim Unternehmen Google Deep Mind, die Steine platzieren. Doch Huang ist nur ein Handlanger. Er wird ausführen, was das Programm Alpha Go ihm einflüstert. Alpha Go ist Lees wirklicher Widersacher, ein komplexes Computerprogramm. Es hat bereits im vergangenen Jahr geschafft, was bis dahin keiner Software gelungen war: einen Go-Profi zu besiegen. Die Welt der künstlichen Intelligenz ist seither nicht mehr die gleiche. "Forscher hatten den Durchbruch erst in zehn, zwölf oder 15 Jahren erwartet", sagt der Hirnforscher Christof Koch, Leiter des Allen-Institute for Brain Sciences in Seattle.

Bei dem Turnier geht es nur vordergründig um eine Million Dollar Preisgeld. In Wahrheit geht es um viel mehr: um einen Markt, der Milliarden wert ist und um einen Beweis, was künstliche Intelligenz inzwischen leisten kann. Manche sehen schon Programme am Horizont, die schlauer sind als Menschen. Superintelligente Maschinen, die den Lauf der Geschichte ändern könnten. ...

Tatsächlich sei die Sicht auf die künstliche Intelligenz in der Vergangenheit sehr eng gewesen, sagt Jonathan Schaeffer, Computerwissenschaftler an der University of Alberta in Kanada. "Wir haben im Grunde Computer herangezogen, die inselbegabt sind", bedauert der Forscher. Programme, die in einer Sache übermenschlich gut sind, sonst aber nichts können. Hassabis möchte dagegen eine künstliche Intelligenz schaffen, die ganz unterschiedliche Dinge lernen kann. "Artificial general intelligence" nennen Forscher das. Oder wie Hassabis gern sagt: "Wir wollen das Problem der Intelligenz lösen und das dann nutzen, um alle anderen Probleme zu lösen." ...

2010 gründete Hassabis mit Shane Legg und Mustafa Suleyman in London das Unternehmen Deep Mind. Sie gewannen Investoren wie die Internetgurus Elon Musk und Peter Thiel und scharten in kurzer Zeit Top-Talente aus aller Welt um sich. 2014 kaufte Google das Start-Up. Etwa eine halbe Milliarde Euro soll der Internetriese bezahlt haben. Spätestens im Februar 2015 war offensichtlich, warum. Damals verkündeten Hassabis und Kollegen ihren ersten großen Durchbruch. ...

Schon jetzt dürften die Algorithmen von Google Deep Mind die Welt verändern. Das Unternehmen hat inzwischen 200 Angestellte. Die meisten betreiben noch immer Grundlagenforschung, aber etwa jeder Vierte sucht nach Möglichkeiten, die Algorithmen bei Google einzusetzen. So könnten sie etwa die Ergebnisse von Suchmaschinen verbessern oder die Software in fahrerlosen Fahrzeugen unterstützen. Auch im Medizinbereich dürfte die Technik bald eingesetzt werden. Sie könnte etwa dabei helfen, Tumore bei Mammografien besser zu erkennen. In einer US-Klinik wird bereits Watson eingesetzt - jener Computer, der sich im Fernsehquiz hatte durchsetzten können.

Doch den Hoffnungen stehen auch Ängste gegenüber. Was könnte künstliche Intelligenz in den Händen des Militärs bedeuten? Lassen sich superintelligente Maschinen auch Ethik und Moral einprogrammieren? Hassabis nimmt die Befürchtungen ernst. Eine seiner Bedingungen an Google vor der Übernahme war, die Technik niemals fürs Militär oder Nachrichtendienste zu nutzen.

©SZ vom 05.03.2016

http://www.sueddeutsche.de/wissen/wettk ... -1.2891862


&


4. März 2016, 18:55 Uhr
Künstliche Intelligenz : Maschinen wie wir
Die Erfolge der neuen Computerprogramme beim asiatischen Brettspiel Go markieren einen Schwellenbruch. Das wird bald die ganze Welt merken.

Von Patrick Illinger

...
Doch der Gegner, dem Fan Hui im Oktober vergangenen Jahres 0:5 unterlag, war die Software Alpha Go aus dem Google-Forschungslabor Deep Mind. ...

Gedemütigt wurde nicht nur der Go-Meister. Alpha Go hat den menschlichen Geist an sich beschämt. Denn der Computer hat nicht allein mit schierer Rechenleistung gewonnen, sondern mit einer Software, die für eine neue Phase in der Evolution der künstlichen Intelligenz (KI) steht: Programme lösen sich von starren Algorithmen und fangen an, ein bisschen wie Menschen zu denken. "Wir hatten keine Ahnung, wie stark unser Programm sein würde. Schließlich machen menschliche Spieler sehr unberechenbar alle möglichen verrückten und kreativen Züge" sagt Demis Hassabis, Chef von Deep Mind.

Gerade Go galt immer noch - anders als Schach - als eines der letzten Bollwerke des menschlichen Geistes. Denn nur auf den ersten Blick ist das Spiel simpel. ...

Bizarrerweise zwingt Go selbst die modernsten Supercomputer in die Knie. Sogar Rechenzentren, die Großraumflugzeuge entwerfen oder das Weltklima der kommenden Jahrzehnte prognostizieren, scheiterten bislang im Kampf gegen die menschlichen Go-Meister. Für die elektronischen Gehirne ist Go eine viel größere Herausforderung als zum Beispiel Schach, in dem der IBM-Supercomputer bereits 1997 den damals amtierenden Weltmeister Garri Kasparow deklassierte.

Go ist, so schlicht das Spiel auch wirkt, eine mit Prozessoren und Algorithmen nicht vollständig lösbare Aufgabe. Ein Grund dafür ist, dass es mehr Möglichkeiten gibt, die Spielsteine auf dem Brett zu platzieren, als es Atome im Universum gibt. ...

Genau deshalb braucht man einen Computer, der wie ein Mensch denkt, der sich löst vom "Wenn x, dann y"-Prinzip klassischer Computerlogik. Manchmal ist y die Lösung, aber manchmal auch z oder ein ganz anderer Buchstabe aus dem Alphabet. Es muss ein Rechner sein, der nicht nur für einen Zweck programmiert ist, sondern wie ein biologisches Gehirn verschiedene Fähigkeiten erlangen kann. Dafür eignen sich sogenannte neuronale Netze, deren Grundidee KI-Forscher bereits vor 25 Jahren entwickelt haben.

Die biologisch inspirierten neuronalen Netzwerke sind fähig zum sogenannten Deep Learning. Das heißt zum einen so, weil die Entwickler kluge Computerprogramme traditionell nach dem imaginären "Deep Thought"-Weltrechner des Schriftstellers Douglas Adams ("Per Anhalter durch die Galaxis") benennen. "Aber es gibt auch einen inhaltlichen Grund", sagt der IT-Experte Henrik Klagges, Mitgründer der Münchner Softwareschmiede TNG. "Es geht darum, tiefe Stapel aus vielen informationsverarbeitenden Schichten zu bauen." Jede einzelne Schicht besteht aus vielen winzigen, simulierten Nervenzellen, die nach und nach ein Muster - etwa ein Foto in Pixel-Darstellung - analysieren. Dabei erfolgt dieser Prozess in vielen Schritten. Dies erlaubt eine überraschend effiziente Arbeitsteilung: Die ersten, oberen Schichten erledigen noch simple und konkrete Voraufgaben; sie gruppieren zum Beispiel ähnliche Pixel oder registrieren Helligkeitsunterschiede. Aber dank dieser Vorleistung können die tieferen Schichten zunehmend komplexere und abstraktere Muster erkennen, zum Beispiel Kanten oder Kantenkombinationen. Irgendwann ist das System dann klug genug, um anhand einer kompakten Kantenkombination von alleine zu unterscheiden ...

Damit die Schichten ihre Teilaufgaben lösen können, muss man sie allerdings anlernen. ...

Diese Art von Maschinenlernen lässt sich nun besonders gut auf Go übertragen. ...

Nachdem AlphaGo 13 Millionen Partien durchgekaut hatte, spielte es wie ein Großmeister

Allerdings sind die möglichen Positionen so zahlreich und die Komplexität so groß, dass weitere Werkzeuge zum Einsatz kommen. Das sogenannte Policy Network schlägt von den bis zu dreihundert möglichen Spielzügen auf dem Brett eine Handvoll vor. Das Value Network bewertet dann die daraus resultierenden Spielstellungen. Beide Netzwerke werden dann mit dem Monte-Carlo-Verfahren kombiniert, ein in der Wissenschaft übliches Verfahren, um zufällige statistische Vorgänge zu simulieren. Physiker zum Beispiel simulieren mit Monte-Carlo-Algorithmen, wie Elementarteilchen in Detektoren wechselwirken. Im Fall von Go picken die Monte-Carlo-Algorithmen eine für den Computer beherrschbare Zahl von künftigen Zugfolgen heraus, um zu prüfen, ob ein Spielzug sich im weiteren Verlauf wahrscheinlich als vorteilhaft erweisen wird.

Googles Alpha Go hat nach den Berichten seiner Entwickler rund 13 Millionen Go-Partien aus den Datenbanken durchgekaut und mit insgesamt 13 Schichten analysiert. So hat das Programm Großmeister-Niveau erreicht. Danach spielte die Software noch Millionen Partien gegen Varianten ihrer selbst, um festzustellen, welche Strategien erfolgreichsten sind. ...

Die Implikationen von Deep Learning sind gewaltig. Nicht nur für Brettspiele, sondern für jede Form von Mustererkennung und viele Arten von Wissensarbeit an sich. Schon bald könnten Übersetzer, Pathologen, Mitarbeiter von Call Centern weitgehend durch Computer ersetzt werden. Ihre Kunden werden es vielleicht so wenig merken wie der Go-Europameister Fan Hui: "Wenn es mir niemand erzählt hätte, dann hätte ich meinen Gegner für einen etwas seltsamen aber starken Gegner gehalten. In jedem Fall aber für einen Menschen." ...

©SZ vom 05.03.2016

http://www.sueddeutsche.de/wissen/kuens ... -1.2891860



Silicon Valley macht Politik : Was will der Google-Chef im Pentagon?

Das amerikanische Verteidigungsministerium will enger mit dem Silicon Valley kooperieren. Eine Beratergruppe unter der Leitung von Eric Schmidt, Aufsichtsratschef von Alphabet, soll für Innovationen sorgen. Für welche?
03.03.2016, von Urs Humpenöder


Das amerikanische Verteidigungsministerium rüstet auf: Eric Schmidt, Aufsichtsratschef des Google-Mutterkonzerns Alphabet, wird ein Beratergremium für das Pentagon leiten. Mit diesem Defense Innovation Advisory Board will das Pentagon das Silicon Valley und das amerikanische Militär einander näher bringen. Verteidigungsminister Ashton Carter hofft, dass die Experten aus der Wirtschaft dem Militär innovative Lösungen vermitteln. Es geht um den Einsatz von Cloud-Technologien, Datenanalysen und Rapid Prototyping, die schnelle Herstellung von Musterbauteilen und Prototypen. Militäreinsätze und Strategien sind keine Themen des zwölfköpfigen Beraterkreises.

Es geht um die Hoheit der Daten

Eric Schmidt arbeitet schon seit 2009 für die amerikanische Regierung. Damals holte Präsident Obama ihn in den President’s Council of Advisors on Science and Technology, der sich Technologiefragen widmet, etwa beim Kampf gegen den Terrorismus oder der Gestaltung der Netz-Infrastruktur. Dass Schmidt jetzt das Verteidigungsministerium berät, bezeugt den politischen Einfluss, den Onlinekonzerne wie Alphabet haben. Eigentlich hat das Pentagon eine eigene Behörde, die Defense Advanced Research Project Agency (Darpa), die sich um Forschung und Innovation kümmert. Die Darpa hat unter anderem das Navigationssatellitensystem GPS mitentwickelt. Warum also zusätzlich Geld für Leute aus dem Silicon Valley? Weil beide Seiten etwas davon haben. Die amerikanischen Online-Konzerne tun zwar gerne so, als hielten sie zum Staat auf Abstand – wie etwa Apple im Streit mit dem FBI um den Zugang zu iPhones. De facto aber geht es dem Staat wie den Unternehmen gleichermaßen um eines – die Hoheit über die Daten. ...

Quelle: F.A.Z.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 03946.html



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 15.03.2016, 19:19

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15.03.16 / 14:09
ROUNDUP: Google-Software besiegt Go-Meisterspieler auch im fünften Match


SEOUL (dpa-AFX) - Im viel beachteten Brettspiel-Duell zwischen Mensch und Computer hat die Intelligenz-Software AlphGo von Google ihren vorzeitigen Matcherfolg mit dem vierten Sieg gekrönt. Der südkoreanische Spitzenspieler im asiatischen Strategiespiel Go, Lee Sedol, gab sich am Dienstag in der fünften und letzten Runde nach fünf Stunden Spielzeit und 280 Zügen geschlagen. Trotz der 1:4-Schlappe sagte Lee hinterher in Seoul, er glaube nicht, dass ihm das Computerprogramm generell überlegen sei. "Doch zeigt es eine Konzentration auf einem Niveau, das der Mensch nur schwer übertreffen kann."

Der Triumph von AlphaGo wird als ein großer Schritt in der Entwicklung selbstlernender Maschinen und künstlicher Intelligenz gewertet. Go mit seinen vielen möglichen Spielzügen galt bis zuletzt als zu komplex für Computer.

Das Match wurde live auf der Google-Videoplattform YouTube gezeigt. Er habe gehört, dass gut 100 Millionen Menschen weltweit das einwöchige Duell verfolgt hätten, sagte der Softwarespezialist Demis Hassabis, der den zu Google gehörenden AlphaGo-Entwickler DeepMind mitgegründet hatte.

Das AlphaGo-Team sicherte sich bereits nach dem dritten Sieg am Samstag das Preisgeld von einer Million Dollar - der Betrag soll gespendet werden. Lee Sedol schaffte mit seinem Sieg am Sonntag noch einen Prestigeerfolg, der auch von der zuvor geschockten Go-Gemeinde erleichtert aufgenommen wurde. "Das ist keine Niederlage für die Menschheit", sie zeige nur seine eigenen Schwächen, bekräftigte Lee am Dienstag. Nach der dritten Niederlage hatte er von einem fast perfekten Spielweise von AlphaGo gesprochen. Lee, der schon mit zwölf Jahren Profi wurde, hat das Go-Spiel über viele Jahre dominiert.

AlphaGo hatte schon im Oktober den Go-Europameister Fan Hui mit 5:0 besiegt. Allerdings gehört dieser nicht wie Lee zur Weltspitze. Seit dem Match im Oktober verbesserte sich die Software weiter. Die Programmierer fütterten sie ursprünglich mit Zig-Millionen Zügen menschlicher Spieler, doch lernt sie selbst dazu.

Bei der Schlusszeremonie überreichte der Vorsitzende des koreanischen Baduk (Go)- Verbands, Hong Seok Hyun, dem Team um Hassabis eine Urkunde über den neunten Dan-Rang ehrenhalber für AlphaGo. Der neunte ist der höchste Spielgrad im Go, den auch Lee hat. "Wir waren fasziniert und überrascht von dem Spielniveau von AlphaGo", sagte Hong.

Das letzte Spiel bezeichneten das AlphaGo-Team und die Kommentatoren als das spannendste der fünf Partien. Das Programm habe in einigen Sequenzen Fehler gemacht, es habe aber dann wieder zurück ins Spiel gefunden, sagte Hassabis. AlphaGo mache Züge, die ein guter Spieler normalerweise nicht machen würde, kommentierte der Go-Profi Michale Redmond auf YouTube.
...

Hassabis sagte, es sei noch unklar, was sie mit AlphGo als nächstes machen würden. Denkbar seien auch weitere Matches. Er bekräftigte, dass es das Ziel sei, die Technologie für das Spieleprogramm auch für "Probleme der wirklichen Welt" zu nutzen, etwa im Gesundheitsbereich. Hassabis spricht oft davon, Computern das Denken beizubringen./dg/DP/fbr

https://www.maxblue.de/maerkte-analysen ... N=10390991



Wenigstens ein Ehrensieg ! :( :wink:



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 24.05.2016, 21:34

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Der Artikel klingt wie ein Zeitungsfake, wenn er nicht in der ("trockenen") FAZ veröffentlicht worden wäre. :wink:


Google klebt Fußgänger fest - Kühlerfigur wider Willen

Google will Fußgänger zu Autoaufklebern machen. Sie kleben auf dem Kühler fest, damit sie sich bei einem Aufprall nicht verletzen. Aber fahren die Google-Autos nicht angeblich unfallfrei?

20.05.2016, von Ursula Scheer


Wer die Vorstellung wenig anziehend findet, dass uns selbstfahrende Autos bald nicht nur das Fahrvergnügen rauben, sondern auch Jagd auf Fußgänger machen könnten, der soll wohl Googles neuester Erfindung auf den Leim gehen. Die nämlich will dafür sorgen, dass sich gänzlich unmotorisierte und nicht computergestützt ferngesteuerte Menschen - aber auch Zeitgenossen, die selbst mitten auf der Kreuzung nicht den Blick vom Smartphone heben -, angenehm sicher fühlen dürfen, sollte eines von Googles führerlosen Fahrzeugen auf sie zurasen.

Denn sobald dieser fliegende Holländer auf vier Rädern sie erfasst und niederzureißen droht, verwandelt er sich in einen Nachfahren der Goldenen Gans, die der Dummling durch Grimms Märchen treibt, und an der alles und jeder kleben bleibt. Eine Superhaftbeschichtung auf der Motorhaube soll dafür sorgen, dass der unglückliche Fußgänger eben nicht überrollt wird oder über das Dach des Autos geschleudert, sondern als unfreiwillige Kühlerfigur auf derselben kleben bleibt.

Was freilich ein armseliger Ersatz ist etwa für Rolls-Royces berühmte, der griechischen Siegesgöttin Nike nachempfundene Figur „Spirit of Ecstasy“. Egal, Sicherheit ist die Ekstase der Gegenwart, in der selbst Kleinkinder auf Rutschautos Helme tragen. Mit dem Argument, dass unser Leben so viel sicherer werde, wenn nicht mehr unberechenbare Menschen, sondern kühl kalkulierende Computer hinter dem Steuer sitzen, werden uns künftig selbstfahrende Autos als moralischer Imperativ aufgeschwatzt. Dass die autonomen Gefährte noch nicht ganz so gut damit klarkommen, wie unberechenbar die Welt ist, zeigte jüngst ein Unfall im Silicon Valley. Durch das dürfen Googles fahrerlose Fahrzeuge seit zwei Jahren testweise kurven. Eines von ihnen rammte einen Bus - mit einem Tempo von drei Stundenkilometern.

Langsam genug, um auch einen Fußgänger zu erlegen, mag man sich da beim Netzkonzern gedacht haben und brachte das Patent für das Auto, von dem wirklich keiner mehr loskommt, auf die Strecke. Die dem Patentverfahren beigefügte Illustration zeigt, wie man mit ihm am besten einen Fang macht: wenn sich der Fußgänger mit dem Rücken zum Fahrzeugbug stellt, es ihm also in die Hacken fährt. Dann knickt er elegant über die Front und wird davongetragen.

Aber sammelt sich dann auf der Kühlerhaube, die man wohl nicht mehr liebevoll polieren darf, nicht bald allerhand unerwünschter Beifang? Tote Insekten in Massen, Getränkedosen, die aus dem vorausfahrenden Auto fliegen, ganze Wildschweine gar? Aber nein, heißt es von Google, der rollende Fliegenfänger, der nach Art eines doppelseitigen Klebebandes konzipiert sei, aktiviere sich nur im Falles eines Unfalls. Wir sehen trotzdem schon allerhand Unfug auf uns zurollen: die Wiederkehr des eigentlich längst abgelösten Bikini-Models auf den Karossen, computerfeindliche Maschinenstürmer, die selbstfahrende Autos mutwillig anspringen, Stalker, die sich vors Auto werfen, neue Formen, jemanden abzuschleppen oder mal rasch an der Ecke aufzugabeln, übervorsichtige Verkehrsteilnehmer, die sich in klebrige Ganzkörperanzüge hüllen, für den Doppelhafteffekt bei Havarie.

Dabei ist das Ansinnen, Fußgänger besser zu schützen im Grunde nicht übel. Nur lässt sich Sicherheit nicht einfach aufkleben. Und für Fahrzeuge, die von Menschen gelenkt werde, ist die Klebetechnik sowieso komplett ungeeignet. Denen versperrte das fixierte Unfallopfer vor der Windschutzscheibe nämlich den Blick für denjenigen, den sie als nächstes überrollen könnten.


Quelle: F.A.Z.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 44359.html



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 24.05.2016, 22:09

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19.05.16 / 18:19
Google entwickelte eigene Chips für künstliche Intelligenz


MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Google anzeigen lässt seine selbstlernenden Maschinen auf Chips aus eigener Entwicklung laufen. Die Systeme mit der Bezeichnung "Tensor Processing Unit" (TPU) würden seit über einem Jahr in Rechenzentren von Google eingesetzt, erklärte der Internet-Konzern am Rande der Entwicklerkonferenz Google I/O. Die Prozessoren hätten unter anderem die Software AlphaGo angetrieben, die im März einen der weltbesten Spieler im asiatischen Brettspiel Go schlug. Es galt bis dahin als zu komplex für Computer. Außerdem werden sie unter anderem für den Panorama-Dienst Street View und Navigation eingesetzt.

Die Chips seien speziell für die Aufgaben beim maschinellen Lernen angepasst und bräuchten deswegen weniger Transistoren pro Rechenoperation, erklärte Google in einem Blogeintrag. Dadurch könnten sie bei gleicher Leistung mehr Aktionen das herkömmliche Systeme durchführen.

Bisher war nicht bekannt, dass Google auch eigene Chips entwirft. Das könnte eine neue Wettbewerbslage für Spezial-Firmen aus der Halbleiter-Branche bedeuten. Unter anderem setzt der für seine Grafikkarten bekannte Anbieter Nvidia massiv darauf, dass seine Technologien in Computern für künstliche Intelligenz eingesetzt werden. ...


https://www.maxblue.de/maerkte-analysen ... 6&OFFSET=3



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Re: Kann ich Kollaborateure bestrafen ?

Beitragvon johannes » 10.08.2016, 21:56

@ Unbekannter


Du hattest mit obigen Artikel und den "Pepeartikel" Deine Schwierigkeiten .(?)
Wenn es Dir um die Quelle ging, findest Du unter den unten stehenden Links die Möglichkeit
Dich kundiger zu machen.

Wir sind beide Ramboiden und nicht aus Papier. Du kannst mir ruhig sagen bzw. schreiben
worum es Dir geht. Du mußt Dich nicht im privaten Bereich hinter Anonymität verstecken.
Das macht man nicht ! Schon gar nicht als Ramboid.

https://www.maxblue.de/maerkte-analysen ... 6fca34071b

https://www.maxblue.de/maerkte-analysen ... LOCKSIZE=7



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