"Bargeld lacht"

Alles, was nicht direkt mit rambus zu tun hat.

"Bargeld lacht"

Beitragvon lucky » 30.03.2013, 02:03

Nicht nur als Unternehmer sollte man sich ernsthaft überlegen, anstelle von Girokonten den eigenen Safe mit Bargeld zu füllen. Spar- und Girokonten sind in Europa nicht mehr sicher. Wenn man folgenden Artikel liest kann einem nur Angst und Bange werden.
...
Der niederländische EZB-Mann Klaas Knot bestätigt: Die Enteignung von privaten Bank-Guthaben wird künftig Teil der „europäischen Liquidierungs-Politik sein“.
...
Bezeichnenderweise kommt Knots Aussage am Gründonnerstag: Die Osterferien haben begonnen, kaum einer nimmt Notiz von der Botschaft. Wie sagte doch Wolfgang Schäuble? „Bankeinlagen sind eine sensible Sache. Daher macht man das am Wochenende.“
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... ht-sicher/

Spar-und Girokonten sind die ersten, die von staatswegen "legal" geplündert werden.
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Re: "Bargeld lacht"

Beitragvon Ville » 30.03.2013, 23:09

Eine Illusion, Lucky.

Dein Bargeld ist nicht sicher. Es gibt eine Anstrengung, die die Notenbanken verfolgen und die Ausweg aus der Krise ist: INFLATION. Dieser Weg aus dem Dillemma killt alle, die an diesen wertlosen bedruckten Scheinchen oder Münzen festhalten und dort ihr Heil suchen.

Jede Form von Cash, sei es auf Bankonten oder unter dem Kopfkissen ist für mich in derzeitigem Setup hochriskant. Ich präferiere Sachwerte wie Aktien und Immobilien. Diese können zwar auch höher besteuert werden, mir nimmt aber keiner schlagartig 37,5 bis 60% weg.
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Re: "Bargeld lacht"

Beitragvon lucky » 31.03.2013, 01:53

Hallo ville!
Dass Inflation den Wert des Geldes auffrisst, ist ja allgemein bekannt (bisher hat sich der Wert des Geldes alle 25 Jahre in etwa halbiert!). Nur, die Inflation geht jetzt nicht mehr schnell genug um die immensen Staatsschulden schnell genug nach unten zu bringen um einer Staatspleite zu entgehen (Deutschland macht da KEINE Ausnahme). Auch wenn unsere Politiker und Statistiker uns was ganz anderes weismachen wollen, von wegen der "gefühlten" Inflation, die Einführung des EURO hat nach meinem Gefühl uns Deutschen einen Haircut von rund 30% gebracht, bis heute mindestens eine Halbierung de Wertes.

Was ich aber sagen wollte ist, dass "Giralgeld", also Zahlen auf dem Kontoauszug des Girokontos schlagartig keinen Wert (bzw. deutlich weniger Wert) mehr haben können. Es geht um die kurzfristige Liquidität, nicht um eine Anlageentscheidung. Für das Tägliche Leben hat doch jeder einen gewissen Betrag auf dem Girokonto. Warum nicht als Bargeld in den eigenen vier Wänden aufbewahren? Wie man an der Blaupause Zypern gesehen hat, werden einfach die Banken geschlossen, keinerlei Zahlungsverkehr mehr erfolgt, keine Abhebung von Bargeld mehr möglich. Da kann man weder "seine Brötchen" kaufen noch seine Angestellten bezahlen. Banknoten (immerhin noch das gesetzliche Zahlungsmittel im Gegensatz zu "Giralgeld") im eigenen Tresor helfen da schon ein wenig weiter.
Gegen eine Währungsreform (die für den Euro vermutlich irgendwann kommt, bzw. kommen muss) hilft das natürlich auch nicht. Im Gegensatz zum "Giralgeld" kann man sich dann aber zumindest ein paar Rollen Klopapier sparen :mrgreen:

Für die Eurozone bin ich pessimistisch, ganz im Gegensatz zu Rambus. ;)
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Re: "Bargeld lacht"

Beitragvon Ville » 31.03.2013, 09:38

lucky hat geschrieben:Hallo ville!
Was ich aber sagen wollte ist, dass "Giralgeld", also Zahlen auf dem Kontoauszug des Girokontos schlagartig keinen Wert (bzw. deutlich weniger Wert) mehr haben können. Es geht um die kurzfristige Liquidität, nicht um eine Anlageentscheidung. Für das Tägliche Leben hat doch jeder einen gewissen Betrag auf dem Girokonto. Warum nicht als Bargeld in den eigenen vier Wänden aufbewahren? Wie man an der Blaupause Zypern gesehen hat, werden einfach die Banken geschlossen, keinerlei Zahlungsverkehr mehr erfolgt, keine Abhebung von Bargeld mehr möglich. Da kann man weder "seine Brötchen" kaufen noch seine Angestellten bezahlen. Banknoten (immerhin noch das gesetzliche Zahlungsmittel im Gegensatz zu "Giralgeld") im eigenen Tresor helfen da schon ein wenig weiter.
Gegen eine Währungsreform (die für den Euro vermutlich irgendwann kommt, bzw. kommen muss) hilft das natürlich auch nicht. Im Gegensatz zum "Giralgeld" kann man sich dann aber zumindest ein paar Rollen Klopapier sparen :mrgreen:

Für die Eurozone bin ich pessimistisch, ganz im Gegensatz zu Rambus. ;)


Frohe Ostern, Lucky!

Die Beträge, die ich auf dem Girokonto habe sind gering. In Deutschland gibt es die hohe Einlagensicherung. Zudem habe ich Geld auf mehrere Banken verteilt. Zypern würde m.E. auch niemals eine Blaupause für größere Länder darstellen. Das würde anders ablaufen und hier kommt wieder die Inflation ins Spiel. Das Geld der Sparer würde zwar nicht kaputt gehen, aber die Notenbanken würden nahezu unbegrenzt Geld drucken um die Schulden zu bedienen. Das bringt sofort einen exorbitanten Inflationsschub und auch die Staatsschulden würden weginflationiert. Die Notenbanken spielen gerade dieses Szenario, nicht das Crashszenario, wie ich es gerade beschrieben habe ,aber das Salamispielchen. Die einzieg Chance die Schulden wegzubekommen ist die Notenpresse anzuwerfen. Das haben die amis bereits begonnen und die Europäer ebenso. Bis der Markt aber die Inflation ausprägt und erkennt vergeht zeitlich etwas, wenn sie kommt, dann kommt sie aber unaufhaltsam. Zu diesem Zeitpunkt ist es Harakiri zuviel Bar-, Giral-, oder Fest- Tagesgeld zu haben. Ich persönlich für mich habe neben meiner Immobilie auch Aktien und Schulden. Alles überschüssige Geld geht in die Schuldentilgung. Die Sachwerte werden zur Tilgung aber nicht angefasst. Mit diesem Spiel denke ich fahre ich recht gut die nächsten Jahre, da meine Schulden dann hoffentlich auch weginflationiert werden.
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