"Cloud computing"

Alles, was nicht direkt mit rambus zu tun hat.

"Cloud computing"

Beitragvon lucky » 15.11.2009, 19:53

"Cloud computing" scheint ja der nächste Megatrend zu werden. Hat einer von Euch sich bereits damit befasst, welche Unternehmen sich da eine besonders dicke Scheibe abschneiden werden? Google ist sicher ein Hauptplayer, aber mir schon zu teuer.

Was haltet ihr von salesforce.com (CRM)? Hat das einer im Depot und hat es schon wie Rambus analysiert? Ist der Zug schon abgefahren? http://www.salesforce.com/de/
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Beitragvon Ville » 16.11.2009, 07:25

Hi Lucky, ich halte von Cloud Computing nichts - zumindest von dem was ich in Wiki darüber gelesen habe. Für mich ist das lediglich wieder eine raffinierte Marketing-Wortprägung, die Kunden anlocken soll.

Vereinfacht kann das Konzept wie folgt beschrieben werden: Die IT-Landschaft (in diesem Zusammenhang z. B. Rechenzentrum, Storage, Mail- oder Collaboration-Software, Entwicklungsumgebungen, aber auch Spezialsoftware wie Customer Relationship Management [CRM] oder Business Intelligence [BI]) wird durch den Anwender nicht mehr selbst betrieben/bereitgestellt, sondern über einen oder mehrere Anbieter bezogen. Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der (metaphorischen) Wolke (Cloud), die üblicherweise das Internet in gängigen Netzwerkdiagrammen repräsentiert. Der Zugriff auf die entfernten Systeme erfolgt über ein Netzwerk, beispielsweise das Internet. Der Zugriff auf die Anwendungen oder die Konfiguration von z. B. Cloud-Storage selbst erfolgt über einen Webbrowser.

Das ganze kann für total standardisierte Prozesse und Applikationen ja Sinn machen, funktionieren und Kosten sparen. Je größer ein Unternehmen aber ist, desto komplizierter sind auch seine Prozesse. Hier ist eine Auslagerung nicht sinnvoll, denn man gibt nicht gerne die Kontrolle der Prozesse nach außen und zwängt sie dann auch noch in starre Konzepte. Dadurch verlieren Unternehmen Flexibilität. Also meine Aussage: es mag ein gutes Konzept für very small business sein, den one man webshop oder so, aber in der wahren IT-Welt wird dieses neue Schlagwort keinen Stich machen.

Ich kenne z.B. eine mittelständische Firma, die wollte lediglich ein traditionelles CRM System einführen, konkret PeopleSoft. Alles klang sehr easy vom Hersteller, alle Prozesse seien unterstützt und was noch an wenigem fehle müsse eben mit Customizing gemacht werden. End vom Lied war, dass genau dieses Customizing der Genickbruch war, denn wie sich nach der Spezifikation herausstellte musste so vieles customized werden, dass die Projektkosten explodiert sind. Das Projekt wurde dann eingestellt. Übrigens höre ich von diesen Problemen ständig.

Also ich würde diesem Schlagwort nicht trauen und schon gar kein Geld reininvestieren.
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Beitragvon lucky » 16.11.2009, 13:36

@ville
Erstmal Danke für deine Einschätzung. MIt den Trends ist das immer so eine Sache. Richtig klar wird es immer erst, wenn die Sache praktisch gelaufen ist. Wie dem auch sei, auch bei "cloud computing" wird es nicht ganz ohne Rambustechnologie gehen. :D

Ich jedenfalls kann mir vorstellen, dass bei immer weiterer Verbreitung des "mobile computing" auch viele Prozesse nicht auf den Geräten selbst mehr laufen, sondern ausgelagert in den "clouds". Das spart nicht nur Arbeitsleistung, sondern auch Speicher und vor allen Dingen Energie.



Auch IBM springt jedenfalls auch auf den Trend auf.


IBM's new service jumps on cloud computing bandwagon
Mon Nov 16, 2009 12:01am EST

NEW YORK, Nov 16 (Reuters) - IBM (IBM.N) launched a new cloud computing service on Monday, aiming to take on companies such as Amazon.com Inc (AMZN.O), Google Inc (GOOG.O), Microsoft Corp (MSFT.O) and Salesforce.com Inc (CRM.N).

Cloud computing allows companies to run software and store information in remote, large-scale data centers that can be accessed over the Internet. That means users can cut back on hardware, as well as space and electricity.

International Business Machines Corp said it was launching a service called "Smart Analytics Cloud," its biggest cloud computing service yet and that it would first be adopted internally.

IBM, the world's biggest technology services company, has lagged behind younger companies in rolling out cloud services. But it is still early days for the cloud industry, which Gartner Research estimates will ring up sales of about $3.4 billion this year.

Business interest in cloud computing has picked up since Amazon started offering storage and computing services over the Web about three years ago. Google and Salesforce are the other early leaders. (Reporting by Ritsuko Ando and Jim Finkle; Editing by Steve Orlofsky)


http://www.reuters.com/article/marketsN ... 116?rpc=44
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Beitragvon Faulus » 16.11.2009, 21:13

Ich bin tatsächlich erschüttert über die Tatsache, dass es Rambus bislang nicht geschafft hat ein Sperrkonto einzurichten, auf das Hynix die richterlich verfügten Zahlungen buchen kann.
Es ist mir unbegreiflich, dass Rambus dieses im Vergleich zu einer Injunction lächerliche Druckmittel gegen Hynix nicht schnellstmöglich einsetzt.
Ich hoffe, dass diese Strategie von Rambus zu einer Einigung in den nächsten Wochen vor dem AT-Verfahren führt. Wenn nicht, würde ich mir wünschen, dass bedeutende und/oder viele Aktionäre die Frage ans Management richten, welchen Grund es gibt den Druck auf Hynix zu verringern und ob das im Interesse der Aktionäre ist?
Wie auch immer, ich vermute wir sehen eine Einigung mit allen AT-Beteiligten vor dem Start des Verfahrens. Nur so kann verhindert werden, dass die schmutzige Wäsche an die Öffentlichkeit gelangt und weitere Verfahren, wie z.B. Aktionärsklagen bei Micron, genährt werden.
Sollte es jedoch zu keiner Einigung bis zum Start kommen, das Verfahren sogar bis zum Urteil laufen, vermute ich, dass es bis in die letzte Instanz gehen wird.
Ich weiß, ich weiß, die Sicherheiten die nach einem Urteil und für ein Berufungsverfahren zu hinterlegen sind, sind theoretisch gigantisch. Doch mal sehen, ob HJ Kramer den Mut hat, z.B. Micron statt eine finanzierbare Berufung zu gewähren, die Firma in die Insolvenz schickt.


F.
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