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Aktuelle Diskussionen über Rambus

Beitragvon Faulus » 28.12.2007, 20:20

Ich war auch erst erstaunt über diesen amicus brief der US-Bundesstaaten.
Ich bezweifle allerdings, dass diese „Unterstützer“ alle Fakten kennen, bzw. irgendwelche dieser Bundesstaaten eigene, tief greifende Recherchen in diesem Fall unternommen haben.
Vielmehr vermute ich, dass die FTC einen Hilferuf an die Bundesstaaten startete, in dem sie die Situation natürlich einseitig aus ihrer Sicht schilderte.
Aus Solidarität oder Treue zur Bundesbehörde FTC und im Glauben daran, dass die Behörde die richtigen Schritte gegangen ist, wurde der Brief unterzeichnet, wie gesagt vermutlich ohne die Sachlage und Fakten genau zu prüfen.
Es würde mich nicht wundern, wenn die Formulierung des Briefes von der FTC vorgegeben und von durch Micron bezahlte Anwälte erstellt wurde. LOL
Ich glaube nicht, dass durch diesen Brief die Entscheidung des Berufungsgerichtes verändert wird.
Sollte es großen politischen Einfluss auf das Gericht geben, der am Ende dazu führt, dass Rambus als Verlierer hervorgeht, dann gibt es den auch ohne diesen Brief.
Die Frage in diesem Fall wäre, ob es den (politischen) Hintermännern überhaupt recht wäre, wenn der politische Druck auf das Verfahren so öffentlich und offensichtlich wird, wie er jetzt durch diesen Brief wurde. Fraglich ob die Unabhängigkeit und Entscheidung des Gerichtes dann nicht hinterfragt würde.
Wie auch immer, ich hab noch einen anderen Gedanken hinsichtlich des amicus brief der Bundesstaaten.
Könnte es nicht sein, dass diese „Unterstützung“ der 31 Bundesstaaten dafür sorgt, dass die FTC im Falle sie verliert, das Gesicht wahren kann und nicht am Ende als Macht-hungrige Behörde dargestellt wird, die versuchte im Einzelkampf ihre Interessen durchzusetzen und ihren Machtbereich zu erweitern?
Wird hier vielleicht ein Weg bereitet, der die Niederlage der FTC abmildert, die Schäden begrenzt?
In dem diese 31. Bundesstaaten die FTC unterstützen, ergeben sich genügend Ausreden und Möglichkeiten fadenscheiniger Begründungen dafür, warum die FTC diesen Weg ging. Nach dem Modell wir(FTC) und zahlreiche Bundesstaaten beabsichtigten die Endverbraucher mit diesem Verfahren zu schützen...................bla bla bla. Und schon hat man eine Rechtfertigung.
Wie auch immer, irgendwie habe ich das Gefühl, das in Sachen FTC der Zahn gezogen ist und es jetzt darum geht, dass sich die FTC gesichtswahrend zurück ziehen kann. Den Anfang dafür hat die FTC mit deren unerwartet milden remedy vor ca. einem Jahr selber gemacht, imho.
Mich würde auch interessieren, warum die anderen Bundesstaaten nicht unterschrieben haben?

Gruß F.
Faulus
 
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Beitragvon lucky » 28.12.2007, 23:18

So kann man das natürlich auch sehen, wobei ich das nicht glaube. Micron ist auch hier wieder der Urheber dieses amicus briefs. Nicht ein einziger der Unterzeichner hat sich je mit dem Fall beschäftigt, weiss wahrscheinlich nicht mal im Ansatz, worum es überhaupt geht. Hier lässt der Gründer Microns wieder seine Beziehungen spielen. Eine rein politische Angelegenheit.
Inwieweit die Gerichte politisch beeinflusst sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Richter sind jedenfalls auch nur Menschen. Je mehr Müll von den Amigos abgesondert wird, d.h. je länger sich der Prozess hinzieht, desto undurchsichtiger wird es für diejenigen, die nicht von Anfang an dabei waren.

Unglaublich, mit welcher Dreistigkeit, bzw. Unverschämtheit, immer wieder die alten Lügen aufgetischt werden, dass nämlich Rambus sich den Standard der JEDEC ungerechtfertigt einfach einverleibt hat. Hier werden einfach immer wieder die Tatsachen verdreht, obwohl das schon von höchster Instanz als Unsinn abgetan wurde. Trotzdem wird es von diesen Rechtsverdrehern immer wieder aufgetischt in der Hoffnung, irgendwann wieder einmal einen Richter wie Payne zu erwischen.

Wenn Whyte jetzt nicht langsam mal zügig die Sache vorantreibt, sehe ich noch lange kein Licht für Rambus. Alle Hersteller, die eigentlich eine Rambus-Lizenz bräuchten halten sich natürlich erstmal zurück, um nicht einen erheblichen Wettbewerbsnachteil zu haben, wenn sie zu früh Royalties bezahlen. Denen kann man es nicht mal übel nehmen, denn die können durch Abwarten nur gewinnen und nichts verlieren.

Interessant ist auch die Frage, welcher Rambus-Deal eigentlich geplatzt ist, weshalb die Prognose für das 4.Quartal deutlich zurückgenommen werden musste. Hat Rambus das platzen lassen, weil sie höhere Raten im nächsten Jahr bekommen können, oder hat der potenzielle Lizenznehmer den Deal platzen lassen, weil es sich bessere Konditionen im nächsten Jahr erhofft?

Noch ist rein gar nichts sicher. Wenn Phase 3 nicht heimgebracht wird, kann Rambus die nächsten 2-3 Jahre keinerlei Lizenzeinnahmen aus dem DRAM-Bereich mehr erwarten. Das wäre absolut fatal, denn dann könnte die Rechnung der Amigos letztendlich doch noch aufgehen, Rambus finanziell ausbluten zu lassen. Noch ist der jetzige Verlust nur marginal, bricht aber der DRAM-Bereich komplett weg, könnte es eng werden, denn eine waidwunde Firma wird sehr schnell auch von bisher friedlichen Partnern attackiert. Die 400 Mio sind relativ schnell verbraten, wenn man sich allein die jährlichen Anwaltskosten anschaut.
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Beitragvon Ville » 29.12.2007, 08:06

Mir gefällt die alles andere als euphorische Stimmung vor dem wichtigsten Gerichtsverfahren seit zwei Jahren - sehr viel Skepsis und bisher kaum Settlement-"Glauben". Die positive Stimmungsspitze ist noch weit entfernt und das deutet mir doch noch einiges Luft nach oben an. JMHO.

Mein Tipp: 23,95 angetippt bis Mitte/Ende Januar und während/nach eines/einem guten Prozessverlauf(s) an die 30 oder darüber.

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Beitragvon lucky » 29.12.2007, 17:57

@Luft nach oben

Ich denke mal, dass die "Luft nach oben" nur von frischem Geld begleitet sein kann. Die meisten, die sich seit längerem mit Rambus beschäftigt haben, sind bereits bis zu ihrer persönlichen Schmerzgrenze investiert und werden kaum oder nur in geringen Mengen noch dazu kaufen, wenn Rambus einen Satz von $5 oder darüber bei positivem Ausgang von Phase 3 macht.

Es ist durchaus denkbar, dass Rambus deutlich weniger als erwartet zunächst auf einen positiven Gerichtsentscheid reagiert. Nicht etwa, weil Rambus nicht das Zeug hat relativ schnell sehr weit zu steigen, sondern es müssen ja auch erstmal Käufer da sein, die sich mit Rambus zunächst befassen müssen. Und das kann durchaus eine Zeit gehen, bis das wirkliche Potenzial von neuen Anlegern erkannt wird. Erkannt wird es dann vielleicht wirklich erst, wenn neue Lizenznehmer verkündet werden können.

Insofern könnte es sogar zu einer paradoxen Reaktion kommen. Positives Gerichtsurteil, Kurs reagiert nicht wie erwaretet, Panik bei einigen, die weit über der Schmerzgrenze investiert sind, Verkaufswelle, Kurs sackt ein, etc.

Spannend bleibts auf jeden Fall. Geht Phase 3 aus irgendeinem Grund daneben, dann Gnade uns Gott............
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Beitragvon millegracia » 29.12.2007, 20:14

hi lucky,

"dann Gande uns Gott" habe ich auch einmal gedacht und meinen größten Anteil für 4 € und nochwas gekauft. Ich wäre stinkig wenn es noch mal soweit runtergeht; aber dann würde ich noch mal zuzuschlagen. Eines Tages ist die Flasche Sekt fällig und ich glaube, dass es nicht mehr lange dauert.

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Beitragvon millegracia » 29.12.2007, 20:14

hi lucky,

"dann Gande uns Gott" habe ich auch einmal gedacht und meinen größten Anteil für 4 € und nochwas gekauft. Ich wäre stinkig wenn es noch mal soweit runtergeht; aber dann würde ich noch mal zuzuschlagen. Eines Tages ist die Flasche Sekt fällig und ich glaube, dass es nicht mehr lange dauert.

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Beitragvon Ville » 30.12.2007, 08:07

Hi lucky,

natürlich müssen neue Käuferschichten gefunden werden. Aber die werden m.E. automatisch gefunden werden. Sobald Rambus wieder durch das Conduct Verfahren massiv in die Schlagzeilen kommt (CNBC, Presse etc) springen viele Neuen auf das Thema auf. Allein die Summen um die es geht sind gewaltig und locken viele neuen Gierigen an. Zudem wird irgendwann wieder Settlementstimmung aufkommen - das war immer so, so unwahrscheinlich Settlements auch immer zuvor waren. Man wird sich aufgrund des massiven für Rambus positiven Newsflow (z.b. Courtreports) zusammenreimen, dass die Amios keine andere Möglichkeit hätten als sich nun mit Rambus zu einigen.

Im Vorfeld gibt es m.e. wie jedes mal schon genug spekulative Hedgefonds die die Aktie im Vorfeld verteuern um dann zu höheren Kursen rauszukommen. Nicht umsonst sind wir von 12,xx schon auf 21,xx gestiegen. Aber das ist m.e. nicht das Ende der Fahnenstange für die kurzfristige Sicht. Es kommt m.E. noch ein weiterer Move.

Von daher mache ich mir diesmal auch keine großartigen Gedanken und setze auf das spekulative Prinzip das in den letzten Jahren auch schon funktioniert hat. Gewöhnlich funktioniert es wieder.

Persönlich habe ich meine Nachkäufe schon im Sommer und Herbst erledigt und warte auf einen Exit im Januar/Februar mit meiner Tradingposition. Ich versuchte diese von mir erwartete Welle also frühzeitig mitzureiten.

Natürlich kann es auch mal komplett anders kommen - das wäre dann worst case.

Ich erwarte nächstes Jahr auch nicht die Megareaktion wie 2006 mit Kursen bis 46 aufgrund mehrerer Gründe:
1. wurden die Longs 2006 gebrannt und werden diesmal vorsichtig sein
2. werden diesmal bei der Verurteilung keine Schadens-Summen genannt
3. ist die Stimmung an den Weltbörsen weit schlechter als 2006
4. ist weniger Liqudität in den Märkten für spekulative Invests (Stichwort: Rezession, Subprime, Zinsanstieg)

Mein Zielbereich ist daher 23,95 bis um/knapp über die 30.

Es wird wie du sagst sehr spannend. Mal sehen ob meine Spekulation aufgeht.
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Beitragvon Ville » 30.12.2007, 08:16

lucky @ 29.12.2007, 17:57 hat geschrieben:Geht Phase 3 aus irgendeinem Grund daneben, dann Gnade uns Gott............


In der Tat. Für diesen Fall kann man Rambus womöglich unter 10Dollar aufsammeln (wenn man dann überhaupt noch will).

Aber was ist das Leben ohne Risiko und Rambus ist Risiko pur (aber auch Chance). Think positive!! ... :wink: :roll: :twisted: :)
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Beitragvon pengoat » 30.12.2007, 11:46

An lucky ,Ville etz.

Was hat sich fundamental den so verendert,dass sich ein gewisser negativismus breit macht unter Euch?
Uebrigens ich schätze Eure Infos sehr.Tolle Arbeit.
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Beitragvon lucky » 30.12.2007, 13:47

Fundamental ändert sich egentlich alles eher zum Positiven. Neue Einsatzbereiche der Rambustechnologie, Fortschritte an der Gerichtsfront. Negativismus kann man das nicht unbedingt nennen, was ich hier verbreite. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass absolut nichts bisher entschieden ist und man auch das anscheinend Unmögliche nicht verdrängen darf.

Im IV-Board gehen immer alle davon aus, dass diese Phase 3 ein "mini-AT-Verfahren" wird, was ich allerdings bezweifle. Samsung hat sich aus dem Verfahren erfolgreich erstmal ausgeklinkt, folglich dürfen mM nach auch gar keine Dinge, die Samsung direkt betreffen, behandelt werden. Wenn nun die Beweise eines illegalen Kartells zur Zerschlagung von Rambus alle einen Bezug auch zu Samsung haben, dürfen die mM nach nicht verwendet werden, was die Verteidigung von Rambus völlig zerstören kann und einen möglichen negativen Ausgang dieser Phase 3 bedeuten könnte. Was das für Auswirkungen haben könnte, kann sich jeder selbst ausmalen.

In den USA ist es nun mal möglich, dass eindeutig Schuldige frei gesprochen werden (müssen), weil bestimmte Beweise (vom Gesetz her aus Verfahrensgründen) nicht benutzt werden dürfen, bzw. als nicht existent betrachtet werden müssen. In unserem Fall könnte das verheerende Folgen haben.

Als weiteren Punkt muss man leider auch mit ins Kalkül ziehen, dass hier nicht unbedingt Recht gesprochen wird, sondern dass es zu einer politischen Entscheidung kommt. Mehr als die Hälfte der amerikanischen Staaten hat sich schon mal für die Unterstützung der FTC entschieden, obwohl auch die Entscheidung der FTC letztendlich einen Anspruch von Rambus auf die Patente eingeräumt hat. Im worst case wären Ansprüche auf SDRAM und DDR1 praktisch weg, was allerdings an den zukünftigen Einnahmen überhaupt nichts ändern würde. SDRAM und DDR1 sind heute schon obsolet, morgen ist DDR2 ein alter Hut.

Mit Phase 3 geht es auch darum, ob Rambus all seiner Patentansprüche auf DDR (und Nachfolger!) wegen angeblicher Täuschung der JEDEC verlieren soll. Zwar schon vom CAFC im Infineon-Fall für Rambus entschieden, doch wird es hier nochmals als Verteidigung von Hynix und Micron zugelassen. Samsung darf allerdings dann nicht auch nochmal diese Verteidigung versuchen, da sie sich allen Ergebnisssen dieses Verfahrens unterwerfen, ohne selbst beteiligt zu sein.

Was mich nervt ist die Tatsache, dass die Korruption in den USA ein Ausmass wie in südamerikanischen Ländern hat. Ein Sieg der Gerechtigkeit, wie in amerikanischen Filmen glorifiziert, gibt es nicht. Die Bestechung einer Jury durch Micron halte ich für sehr wahrscheinlich. Bitter, wenn man das am eigenen Leib, bzw. an der eigenen Geldbörse erfahren muss. Für mich besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass politische Verbindungen Microns der Auslöser für diese Einmischung der 31 Generalanwälte sind. Erschreckend, WIEVIELE der Generalanwälte Micron zu diesem Schritt bewegen konnten. Interessant wäre jetzt noch zu wissen, welche Regierung in den betroffenen Staaten gerade am Ruder ist. Ob es letztendlich irgendeine positive Wirkung für Micron hat, ist ja noch lange nicht geklärt. Jedenfalls kämpft Micron mit allen zur Verfügung stehenden (legalen und vor allen Dingen illegalen) Mitteln.

Der Fall Rambus stinkt zum Himmel. Man kann nur hoffen, dass die Wahrheit wirklich an's Licht kommt und die dafür verantwortlichen zur Rechenschft gezogen werden, bzw. ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Ob das allerdings passiert, bezweifle ich sehr stark. Entweder geht Rambus in einem Verfahren (mittels groß angelegter Bestechungen) unter, oder es kommt vorher zu einem Settlement.
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Beitragvon pengoat » 30.12.2007, 15:19

An Lucky

Genau so sehe ich es auch wie Du ausführlich beschrieben hast.
Von wegen Phase 3 ein mini -AT-Verfahren.Hier wird ein Meilenstein in den Rambusverfahren in Stein gemeisselt.
Korruption ist überall anwesend hier wie bei Euch drüben leider,leider . Dass Micron die politischen Faeden ziehen wird wenn es eng wird das hat man ja früher schon gewusst.Es wird für alle drei eng. Darum das zappeln an der Angel und sich wehren bis zum letzten.Es scheint mir auch ,dass jeder der 3 langsam für sich schaut.Einigkeit und überhabenheit scheinen sehr zu bröckeln.
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Beitragvon Ville » 30.12.2007, 18:01

pengoat: Ich bin ganz und gar nicht negativ eingestellt. Ich teile auch die Befürchtungen von lucky nur begrenzt. Die Meinung der höchsten Staatsanwälte halte ich für nichtssagend und lediglich politisch lobbiiert. Das wird von einem der von Micron lobbyiert wurde angestossen worden sein und die Kultur besagt, dass ein Attorney General den anderen unterstützt. Das machen die blind ohne den Hintergrund zu kennen.

Die Korruption in USA nimmt zwar immense Dimensionen an - das fällt einem auch erst auf wenn man sich etwas tiefer mit bestimmten Fällen befasst, aber bezüglich Rambus haben wir noch eine gewaltige Trumpfkarte im Ärmel: den stets fairen Judge Whyte und seine Kollegen (z.b. Rader und Co.).

Er steht dafür, dass die Gewaltentrennung in den USA noch funktionieren kann und die Attorney Generale, die m.W. auf der exekutiven Seite stehen von der legislativen Seite (die Gerichte) auch in ihrer Korruption und Manipulation in die Schranken gewiesen werden können. Denn die Gerichte entscheiden und nicht die AGs oder die FTC (welche auch zur exekutiven Seite zählt).

Richter können selbst in einem Jury-Prozess die Juroren führen und irrsinnige Urteile entkräften. Also eine freie Hand hätte eine bestochene Jury m.E. nicht. Auch wenn ich keine Angst vor einem Jury-Trial habe (beim Hynix Verfahren hatte man auch die Befürchtung die Jury könnte bestochen sein und damit Umrecht) steht es noch gar nicht fest, dass es überhaupt zu einem Juryverfahren kommen wird.

Ich sehe das Conduct-Verfahren sehr wohl als eine Art Mini AntiTrust Verfahren. Whyte hat die meisten der aff. Defenses von Rambus zugelassen und in diesem Zuge darf Rambus alles an Beweisen auf den Tisch legen, was es zur Verteidigung gegen die Vorwürfe vorzubringen hat. Da wird meiner Einschätzung nach auch nicht Halt davor gemacht wenn Samsung betroffen ist - sofern es der Verteidigung von Rambus dient und sich Samsung mit den anderen verbündet hatte. Rambus darf sich auch verteidigen, wenn es Beweise für eine Verschwörung hat. Und sie werden sich verteidigen, da bin ich mir sicher.

Ich bin somit alles andere als pessimistisch und gehe in den nächsten ein/zwei Wochen von einem Knacken der 22 aus, möglicherweise mit einem kräftigen Schub nach oben. Dieser Kursschub wiederum wird die doch teils etwas angeknackste Stimmung rundherum wieder aufhellen - obwohl sich dann ausser einem Kursanstieg dann wohl auch nichts wesentliches ereignet hat.

Börse ist Psychologie und im Moment habe ich das Gefühl, die Zuversicht braucht noch gute Kurse und was dann? Nach guten Kursen können gute Meldungen einen Mini-Hype auslösen. Spätestens darein werde ich meine Tradingposition verkaufen, diesmal werde ich nicht den Fehler machen mit einem Teil der Tradingposition auf Settlements zu spekulieren. Dafür ist meine Longposition zuständig.

Also wie gesagt: ich bin und bleibe vorsichtig optimistisch und zocke mit Risiko auf Rambus, da ich mir recht gute Chancen ausrechne. Wie jeder selbst die Situation einschätzt muss er selbst wissen, wie gesagt, es kann auch gewaltig im eigenen Ofen rummsen. Daher viel Glück an alle.
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Beitragvon lucky » 31.12.2007, 14:43

Interessanter Artikel, den Staurt Steel gepostet hat.
http://www.investorvillage.com/smbd.asp ... id=3767132

Der ganze Simens-Filz wird jetzt hoffentlich restlos aufgedeckt, soweit das möglich ist. Wenn tatsächlich eine Verbindung zu Payne hergestellt würde, wäre ein echtes Highlight.

Allerdings glaube ich nicht wirklich daran, dass Payne, wenn er bestochen wurde, so dumm war, nicht Bargeld in Empfang genommen zu haben. Bargeld lacht, besonders bei so schmutzigen Geschäften wie sie Siemens und sicher auch Infineon betrieben haben.

Kontobewegungen kann man nachvollziehen, auch wenn sie unter Pseudonym getätigt wurden. Bei Bargeldtransfer reisst immer die Spur ab, es sei denn, es finden sich Zeugen.
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Beitragvon rambus2008 » 02.01.2008, 15:45

jemand hat im board geschriebn,rambus könnte auch nach den Gewinnen von Pahse 3 nur auf 25$ steigen.Ich halte dies für lächerlich.Die jetzige Bewertung von 21$ ist sehr tief und der Markt (was immer dies ist) sieht die Chancen für Zahlungen durch das Kartell als sehr klein ein.Bereits im Feb 2000 war Rambus auf 17 Dollar (vor Split 1:4),damals wusste man nur von RDRAM,die anderen Technologien hat RMBS noch nicht einmal beansprucht!!

Sollte Rambus Phase 3 gewinnen (und ich gehe davon aus) wird Whyte nicht länger abwarten und den Druck massiv erhöhen. Bereits im März kommt dann der Prozess DDR2,dort spielt JEDEC und der ganze FTC-Bullshit keine Rolle mehr,das heisst Rambus gewinnt ganz sicher.Wenn Mr Market einmal davon überzeugt ist,dass die Zahlungen von allen auf DDR usw kommen dürfte ein Preis von 100$ gerechtfertigt sein, dazu kommen dann noch neue Technologien im Mobile-Bereich,ev Intel mit XDRAM Flash usw.!!!
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